6000.-€ Spendenerlös aus der Ostereiertombola wurden an die Kleinen Riesen Nordhessen und den Kinderhospizdienst Main Kinzig Fulda übergeben

Der amtierende Lions-Präsident Gerrit Schwendner eröffnete den Abend und begrüßte die anwesenden Mitglieder sowie die Referenten der Deutschen PalliativStiftung, der Kleinen Riesen Nordhessen und des Malteser Hospizdienstes Main-Kinzig-Fulda.
Dr. Thomas Sitte berichtete über die Deutsche PalliativStiftung die 2010 in Fulda gegründet wurde. Sie setzt sich bundesweit für die Belange schwerstkranker und sterbender Menschen ein. Das Jahresbudget schwankt zwischen 450.000 und 1 Mio. Euro. Zentrale Aufgaben: Unterstützung von schwerstkranken und sterbenden Menschen sowie deren Angehörigen. Sensibilisierung der Gesellschaft für Sterben, Tod und Trauer Aufklärung über medizinische, menschliche und juristische Fragen am Lebensende Dr. Sitte betonte, dass Palliativ- und Hospizarbeit häufig zu spät angefragt wird und idealerweise bereits bei Diagnosestellung beginnen sollte. Das Leitmotiv lautet „Leben bis zuletzt!“ Der Förderverein zählt inzwischen 1.300 Mitglieder und deckt die Fixkosten der Stiftung.
Der Kinderarzt und Kinderonkologe Dr. med. Thomas Völker vom Kinderpalliativteam „Kleine Riesen“ Nordhessen erzählte über die „Kleinen Riesen“ welche vor 17 Jahren in Nordhessen gegründet wurden. Es besteht eine enge Zusammenarbeit zu dem Kinderhospizdienst der Malteser, vertreten durch Winfried Wanjek. Die Arbeit ist in der Öffentlichkeit sensibel besetzt, da sie untrennbar mit dem Tod von Kindern verbunden ist. Dennoch ermöglicht die Begleitung eine deutlich bessere Lebensqualität.
2014 wurde der gemeinnützige Verein gegründet. Zuständig für den Bereich Nord-Ost-Hessen, denn in jedem hessischen Regierungsbezirk existiert ein Kinder-Palliativteam. Im Jahr 2023 hat man zur Professionalisierung eine gGmbH gegründet. Das Team umfasst 18 Mitarbeitende. Bestehend aus Ärzten, Pflegekräften sowie psychosozialen Fachkräften. Der Fokus liegt auf der Gestaltung der verbleibenden Lebenszeit und der Symptomprävention. Es finden regelmäßige Hausbesuche statt. (mindestens 1x pro Woche) und es besteht eine 24/7 Rufbereitschaft.
Der in Fulda ansässige Kinderhospizdienst Main-Kinzig-Fulda vertreten durch Winfried Wanjek, betreut aktuell 20 Familien, darunter 2 Familien mit sterbenden Kindern. Häufige Krankheitsbilder sind Onkologische Erkrankungen, Gendefekt und Herzfehler. Zur Kinderhospizarbeit gehört auch die Trauerarbeit, insbesondere für die Geschwisterkinder. Die Finanzierung dieser Arbeit erfolgt über die Krankenkassen, öffentliche Zuschüsse und über Spenden.
Beide Einrichtungen leisten wertvolle und unverzichtbare Arbeit für die Region und wurden mit großem Applaus gewürdigt.