Am 12.01.2026 durften wir in unseren Reihen einen der bundesweit renommiertesten Ärzte im Fachbereich Urologie, den in Fulda ansässigen Chefarzt Professor Dr. Tilman Kälble in unseren Reihen begrüßen.
Anlass war sein Vortrag zum Wirken des Vereins „Die Ärzte für Afrika e. V.“, ein Verein, für den sich der Referent seit Jahren in seiner knappen Freizeit engagiert.
Der Professor wusste von der 1. Sekunde an, die Anwesenden mit seiner gleichermaßen bescheidenen wie humorvollen Art für sein Thema zu gewinnen
Er schilderte in kurzer Form die Ziele des Vereins. Hauptanliegen des Vereines sei es, urologische Operationen an Krankenhäusern in Ghana (neuerdings auch in Gambia) durchzuführen. Dabei soll die medizinische Versorgung in den beiden Ländern verbessert werden. Prof. Kälble wusste zu berichten, dass sein Verein sechsmal pro Jahr drei Ärzte in die Region schicke. Dort gäbe es Ansprechpartner. Der Bedarf sei riesig. Anders als in Deutschland, wo bei 80 Millionen Einwohnern rund 7.500 Urologen die medizinische Versorgung leisten, sei es in Ghana beispielsweise so, dass bei 35 Millionen Einwohnern nur 40 Urologen, die die medizinische Versorgung betreuen.
Ziel des Vereins sei: Hilfsgüter zur Verfügung zu stellen, aber auch auszubilden. Besonders im Bereich Hygiene versuche man Know – How zu vermitteln. Bestimmte Operationen seien mangels teurere Computermedizin schlicht nicht durchführbar. Problem sei dabei insbesondere die Stromversorgung.
Operationen müssten oft abenteuerlich durchgeführt werden beispielsweise mit Stirnlampen. Es sei auch herausfordernd bei 40 Grad ohne Klimaanlage zu operieren. Alles nicht vergleichbar mit deutschen Verhältnissen.
Prof. Kälble gelang es in sehr charmanter Form, seine Zuhörer durchgängig durch die einzelnen Schilderungen des Lebens in Afrika in seinen Bann zu ziehen. Und es waren diese kleinen Episoden, in seinem Vortrag, die Ghana lebendig machten. Am Schluss seiner Ausführungen hatte jeder der Anwesenden das Gefühl, dass er noch gerne weitere einzelne Anekdoten aus Afrika gehört hätte. Sinn des Vortrags war jedoch, für das lobenswerte Anliegen des Vereins zu sensibilisieren. Und so war es den Lions mit ihrem Clubpräsidenten Gerrit Schwendner ein Anliegen, die Arbeit des Vereins mit einer Spende von 1000.-€ zu unterstützen.